Der Lichtbogen brennt zwischen dem Werkstück und einer abschmelzenden Elektrode.
Die Elektrode liefert den Zusatzwerkstoff.
Die abschmelzende Umhüllung bildet Gase und Schlacke, um den Lichtbogen und das Schmelzbad vor negativen Einflüssen der Außenluft zu schützen.
Kann für fast alle verschweißbaren Materialien ab ca. 1,5 mm eingesetzt werden (Stabelektroden dem Grundwerkstoff anpassen).
Trafo-Geräte arbeiten mit Wechselstrom (z. B. SB/SK).
Alle Inverter (elektronische Geräte) arbeiten mit Gleichstrom. Vorteile:
Der Lichtbogen brennt ruhiger
Geräte können mit optionalem Brenner für das WIG-DC-Schweißverfahren eingesetzt werden
Für die Einstellung des Schweißstroms in Ampere gilt: Durchmesser der Elektrode x 40 = Schweißstrom in Ampere.
WIG-Schweißen
Der Lichtbogen brennt zwischen dem Werkstück und einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode (WIG = Wolfram – Inert – Gas).
Ein separat zugeführtes inertes Gas, z. B. Argon (Ar) schützt die Schweißzone vor den negativen Einflüssen der Außenluft.
Zusatzwerkstoff kann bei Bedarf von Hand zugeführt werden.
Mit dem Verfahren WIG-DC (Gleichstrom) werden alle Metalle ab 0,3 mm außer Aluminium und Magnesium verschweißt. (Der WIG-Brenner muss immer am Minuspol angeschlossen werden).
Für Aluminium, Magnesium und deren Legierungen muss das Verfahren WIG-AC (Wechselstrom) eingesetzt werden (Aufreißen der Oxidschicht auf dem Material).
Vorteil des Verfahrens ist die gute Beherrschbarkeit des konzentrierten spritzerfreien Lichtbogens (= weniger Verzug und Nacharbeit).
MIG/MAG-Schweißen
Der Lichtbogen brennt zwischen dem Werkstück und einem mechanisch zugeführten Schweißdraht (Elektrode).
Ein automatisch zugeführtes, nicht brennbares Gas schützt den Lichtbogen und das Schmelzbad vor negativen Einflüssen der Außenluft.
Mit dem MIG-Verfahren (MIG = Metall – Inert – Gas) werden Aluminium und Aluminiumlegierungen verarbeitet. Als Gase werden Argon (Ar), Helium (He) und deren Gemische eingesetzt.
Das MAG-Verfahren (MAG = Metall – Aktiv – Gas) wird für die Verarbeitung von allgemeinem Bau-, Kessel- und Rohrstahl ab ca. 0,5 mm in Verbindung mit Mischgasen aus Argon (Ar) und Kohlendioxid (CO2) oder reinem Kohlendioxid (CO2) eingesetzt.
Hochlegierte Stähle werden im MAG-Verfahren mit Schutzgase aus Argon (Ar) und einem niedrigen Anteil (< 5 %) Kohlendioxid (CO2) verarbeitet.
Vorteile des Verfahrens sind die einfache Handhabung und die sehr guten Dünnblecheigenschaften.